Mit dem Öffnen des Füllerfederhalters scheint die Sonne zwischen den dichten Wolken hervor. Sie lässt die Blätter des Walnussbaumes auf meinem Blatt hin und her tanzen.

 

Die Lücke zwischen den Blättern, in denen die Sonne sich zeigt, ist der Einstieg, der Beginn über die Erläuterungen meiner Beratungstätigkeit.

 

Eine Beratung ermöglicht, das Feld, den Zustand und die größeren Zusammenhänge des Gegenübers, des Klienten, in einem Bild zu erfassen.

 

Was spielt sich augenblicklich in seinem Leben ab, was wirkt, was wiederholt sich, welche Muster sind erkennbar?

 

Existieren belastende Verhaltensweisen, sich stets wiederholende, bedrohliche Ereignisse oder überwältigende Gefühlsschwankungen, die sich nach Ausgeglichenheit, Stabilität und Frieden, also im weitesten Sinne nach Gesundheit sehnen?

 

Wo befinden sich Engpässe oder Einschränkungen, die befreit werden wollen. Gibt es Rastlosigkeit, die nach Ruhe und Geborgenheit oder Stagnation, die nach Bewegung oder Veränderung ruft?

 

Was möchte sich Neues entwickeln, welches vergrabene Potential in Erscheinung treten, welches Leben gelebt werden?

 

Wer könnte auf all diese Fragen eine Antwort geben, wenn nicht wir selber?

 

Nehmen wir uns die Zeit zu lauschen, hinzuhören und die Antworten abzuwarten?

 

Ein Begleiter/ Berater, der genau den Augenblick wahrnimmt, wo sich die Sonne zwischen den Blättern zeigt und damit einen Zugang zur Seele des Klienten erhält, kann ihr als Sprachrohr dienen und ausdrücken, was sie mitteilt.

 

Dies geschieht auf einer noch nicht alltäglichen Ebene. Einer Ebene von Stille und Öffnung zu etwas, was größer ist als wir selbst, manche bezeichnen es als das höhere Selbst. Dort, wo die Weisheit wohnt, die wir gewöhnlich nicht anzapfen.

 

Die „ Beratung“ erfahren wir aus uns selber, der Berater ist das Sprachrohr der Seele. Diese beschenkt uns mit Weisheit und Erkenntnissen. Sie baut Brücken, die mit kleinen Impulsen, große Erfolge und kontinuierlich positives Wachstum unseres Selbst entstehen lässt.

 

 

 

"Lasst uns Brücken bauen, und wenn der andere nicht zu uns herüberkommen will, so lasst uns zusehen, ob wir nicht zu ihm gehen können."

A. Wibbelt

Beratung

Traumatherapie

Familienaufstellung

Craniosacrale Körperarbeit

Anja Kayser © 2011